| Jacky |  |
| | | Pupertät eines Rüden und Aufreiten | |
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Cece Rüpelphase


Anzahl der Beiträge: 374 bei Le dogs seit: 18.02.09 Alter: 26 Wohne in: Leipzig (Zentrum West) erhaltene Belohnungen: 6300
 | Thema: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Do 26 Feb 2009 - 11:24 | |
| Hallo Leute! Ich würde gern ein paar Meinungen und Tipps zu folgendem Thema hören:
Also, der Elliot kommt in die Pupertät. Er ist jetzt 7-ein-halb Monate alt und hat vor zwei Wochen quasi von heut auf morgen begonnen, "Triebauffälligkeiten" zu zeigen.
Und zwar fing alles damit an, dass er bei einem Hundetreffen ununterbrochen einen Kastraten anbellte und damit nicht mehr aufhören wollte. Dabei war ich immer so stolz, dass er nicht zu den Kläffern gehörte! :roll: Jedenfalls zeigt er das Verhalten jetzt zwar selten (vier Mal bisher beobachtet), aber dafür umso ausdauernder, wenn die anderen Hunde nicht darauf eingehen. Wir gehen dann meist.
Zweites Problem: Er reitet auf. Auch seit zwei Wochen. Bei Welpen, bei männlichen Hunden (gestern sogar bei seinem Bruder) und bei erwachsenen Hündinnen. So "das Opfer" ihn nicht vertreibt, lässt er sich durch bloße Worte nicht dort runterholen. Auch dort ist er äußerst ausdauernd. Das heißt, dass er sich nach Runterschubsen sofort wieder draufstürzt.
Jetzt meine Fragen: Habt ihr Tipps, wie ich das effektiv unterbinden kann? (Bisher sage ich - auf Ratschlag von jemandem - ein strenges Nein und schubse ihn runter. Bei "weniger attraktiven Opfern" funktioniert das dann, dass er unten bleibt, wenn ich es streng kurz vor dem Ansetzen sage und ihm konsequent runterschubse, falls er doch raufspringt. Ansonsten interessiert es ihn relativ wenig, auch wenn ich ihn im Nackenfell packe und etwas unsanfter zur Seite befördere.) Könnte er in dem Alter theoretisch schon Nachwuchs zeugen? Wann vergeht das wieder von allein bzw. tut es das überhaupt? Ist das normal? Fragen über Fragen.
Ja, das ist mein erster Hund. *gggg* :oops:
Ansonsten hat sich bei ihm noch geändert, dass er seit den zwei Wochen merklich verschmuster geworden ist und sich öfter an mich rankuschelt. Und wenn draußen kein "Opfer" zum Anbellen und Besteigen in der Nähe ist, hört er immer noch wie eine Eins in seiner Paradedisziplin (das Abrufen). Er schnüffelt häufiger am Boden rum, achtet aber immer darauf, dass ich noch da bin.
So. Das dürfte ein ausreichender Batzen an Informationen sein. Was sagt ihr dazu?
Wir machen halt sehr oft Hundetreffen/-runden und da wäre es unschön, wenn der Knirps jetzt jedes Mal Stress machen würde. :|
Dankeschön im Voraus. |
|  | | Gast Gast

 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Do 26 Feb 2009 - 17:56 | |
| Tja erst males gibt 2 Möglichkeiten,warum das dein Hund macht. Einerseits,könnte es wirklich an der Pupertät liegen,warum er alles besteigt,oder dein Hund hat so eine Methode gefunden um Stress ab zu bauen. Beim ersteren mhhhh......ich würde sagen hast du viel zu tun.Weil diesen Trieb kannst du nicht abgewöhnen,sondern nur unterdrücken oder umlenken. Anderseits,kann es aber auch sein,das er sich versucht seine Stärken zu testen um sich andere Hunde so unterordent. |
|  | | hundepsychologe24 Freiwilliger Helfer


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Do 26 Feb 2009 - 20:46 | |
| Ich gebe mal meinen Senf auch dazu. :)
Da Dein Hund noch nicht als Erwachsen gilt, sondern noch als Welpe mit Übergang zum Junghund, würde ich denken bei Welpen ist ist diese aufreiten verbreitet und häufig gegen Kinder gerichtet. Allgemein handelt es sich um spielerisches Sexualverhalten. Es kann durch den Einsatz von Schimpfen ( sicher auftrainiertes Störsignal) und Wegschieben des Hundes wirkungsvoll behandelt werden. Die Ursachen dafür können verschieden sein, z.B zu früh vom Wurf getrennt und deshalb zu wenig Kontakt zu Artgenossen in seiner Prägungsphase. Wenn Hunde auf Annäherung, anderer Hunde, mit Feindseligkeit reagieren und extrem unbeholfen und ambivalent im Umgang mit ihnen sind, kann das auch ein Zeichen für das fehlen von Früherfahrungen sein. Natürlich ist nicht auszuschließen das Eliot sich ein bisschen "aufspielt".
Wie kommt es dazu?
Es ist die unterschiedlich stark ausgeprägte Neigung den sozialen Partnern vorzumachen wie stark man ist. Es ist also eigentlich eine Show. Dem Hund wurden unbewusst zu viel rangordnungsbezogene Privilegien eingeräumt.
Du musst bei dem bellen den genauen Auslöser finden, dann kannst Du es auch ändern. Für jedes Verhalten, jede Reaktion gibt es einen Auslöser, finde ihn. Was für einer Rasse gehört Eliot an? Beherrscht Eliot das Signal "Nein"? Ist Eliot immer das Aktionsauslösende Glied? Hebt er das Bein beim Pinkeln? Was sind für Dich Triebauffälligkeiten? Was für eine Alternative gibst Du ihm wenn er bei anderen Hunden aufreitet? Warum soll er von dem ablassen? Weil Du ihn so tadelst, wie Du es beschreibst? Es zeigt offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung. Also funktionieren die Ratschläge nicht. Was hast Du daraufhin versucht anders zu machen? Wie ist der Umgang zwischen Euch? Bekommt er was er einfordert? (Aufmerksamkeit, Zuwendung...) Welche Signale oder Kommandos beherrscht er? Zu welchen Prozentsatz beherscht er die Signale 100%ig??? Wo beherrscht er die Signale, nur in Deiner Wohnung, nur draußen? Wie oft gibst Du ein Signal bevor er es ausführt?
LG Jens
LG jens |
|  | | Cece Rüpelphase


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Fr 27 Feb 2009 - 0:13 | |
| Hallo Jens! Erstmal ein großes Dankeschön, dass du deinen Senf dazu gibst und mir zu helfen versuchst, ich bin begeistert. (@dobgirl: Dankeschön natürlich auch für deine Antwort. :) ) Dann versuche ich mal, alle Fragen ausreichend zu beantworten: | hundepsychologe24 schrieb: | | Die Ursachen dafür können verschieden sein, z.B zu früh vom Wurf getrennt und deshalb zu wenig Kontakt zu Artgenossen in seiner Prägungsphase. Wenn Hunde auf Annäherung, anderer Hunde, mit Feindseligkeit reagieren und extrem unbeholfen und ambivalent im Umgang mit ihnen sind, kann das auch ein Zeichen für das fehlen von Früherfahrungen sein. |
Elliot habe ich im Alter von 8 Wochen übernommen. Er ist m.E. wunderbar aufgewachsen, großer Garten, Umgang mit Erwachsenen, Kindern, Spiel mit seinen Geschwistern etc. Ich habe sehr darauf geachtet, ihn in seiner Prägungs- und Sozialisierungsphase an alle Reize zu gewöhnen, die in seinem späteren Leben auftreten und ihn mit Artgenossen zusammenzubringen. Er ist mit mir auf die Hundewiese gegangen und zeigt(e) bisher sehr gutes Verhalten gegenüber Artgenossen (sofern ich das als Ersthundebesitzerin überhaupt beurteilen kann!!!). Er war schon immer sehr mutig und unerschrocken gegenüber neuen Situationen und anderen Hunden. Sobald es ein ernsthafteres Problem unter anderen Hunden gab, hielt er sich aber fern und wendet sich im Zweifelsfall an Frauchen.
| hundepsychologe24 schrieb: | | Du musst bei dem bellen den genauen Auslöser finden, dann kannst Du es auch ändern.Für jedes Verhalten, jede Reaktion gibt es einen Auslöser, finde ihn. |
Bisher (die vier Mal) habe ich es nur bei kastrierten Rüden beobachtet. (*edit und Nachtrag*: Als wir heute durch den Wildpark gelaufen sind, begegneten wir einem Hund, den Elliot wieder kräftig anbellte. "Ist der kastriert?" - "Ja." - "Alles klar...")
| hundepsychologe24 schrieb: | | Was für einer Rasse gehört Eliot an? |
Er ist ein Mischling. Der Vater ist unbekannt. Die Mama ist auch schon eine Mischung. Sie sieht aus wie ein Mix aus Schäferhung und Beagle, aber vom Aussehen her kann man ja nie genau schließen...
| hundepsychologe24 schrieb: | | Beherrscht Eliot das Signal "Nein"? |
Jein. Das ist quasi unser Störsignal bzw. sollte es sein. Sobald er das "Nein" hört, hört er auf mit seiner bisherigen Aktion und schaut zu Frauchen. Ich lobe ihn, er kommt zu mir. Zumindest zu Hause. Da klappt es sehr gut. Bei der Aufreitaktion lässt er sich dadurch allerdings nicht beeindrucken. Nun habe ich etwas Angst, dass ich es dadurch abnutze....
| hundepsychologe24 schrieb: | | Ist Eliot immer das Aktionsauslösende Glied? |
Beim Bellen? Oder beim Aufreiten? Angefangen hat das Bellen ja bei dem einen Kastraten auf dem Hundetreffen. Dadurch, dass der betreffende Hund überhaupt nicht darauf eingegangen ist, hat Elliot immer weiter gebellt. Ich war total verblüfft und wusste, ehrlich gesagt, mit der Situation nicht so recht umzugehen. Sobald wir gelaufen sind, ging es auch, aber als wir stehen blieben, ging es wieder los. Ich habe ihn dann letztendlich angeleint und wir sind gegangen. Wenn wir in Bewegung sind (auch letztens erst auf der Hundewiese beobachtet) geht es, aber wenn wir auf einem Ort "stillstehen" und der andere Hund nicht mitmacht, mitspielt oder irgendwie drauf eingeht, bellt Elliot immer weiter. Jetzt wo ich es schreibe, erscheint es mir relativ logisch, dass ich einfach, sobald er anfängt, gehe, oder? Auch wenn ich gerade ein Treffen habe, o.ä. und es mir persönlich schwer fallen würde. Mit dem Aufreiten. Nun, das hat bei einem anderen Treffen angefangen, als eine "nachduftende" Hündin dabei war. Sie hat ihn anfangs nicht zurechtgewiesen. Sobald er an Hunde gerät, die sich wehren, lässt er sich davon auch beeindrucken und lässt ab. Die anderen Male... *überleg* Das eine Mal, war es eine 4-monatige Bernersennenhündin, die ich quietschend und jubilierend begrüßt habe (ich liebe Berner Sennen!). Bei ihr ließ er auch nicht mehr ab. Wahrscheinlich war das der Zusammenhang? Das andere Mal war es sein eigener Bruder. Überlegenheit demonstrieren?
| hundepsychologe24 schrieb: | | Hebt er das Bein beim Pinkeln? |
Japp, und das schon sehr lange, ich schätze, seit er 3 oder 4 Monate alt ist.
| hundepsychologe24 schrieb: | | Was sind für Dich Triebauffälligkeiten? |
Damit hatte ich gemeint, dass er halt plötzlich auf alles erreichbare aufreitet. Heute waren wir bei einem Hundetreff, da hat er seinen Kumpel bestiegen, den er schon sehr lange kennt. Der ist erst einen Monat älter als er.
| hundepsychologe24 schrieb: | | Was für eine Alternative gibst Du ihm wenn er bei anderen Hunden aufreitet? |
Keine. Ich sage ein strenges "Nein" und hole ihn runter. Wenn er danach nicht gleich wieder raufspringt lobe ich ihn.
| hundepsychologe24 schrieb: | | Warum soll er von dem ablassen? |
Weil ich das Verhalten allgemein unterbinden möchte, da ich nicht will, dass er mir womöglich noch eine Hündin schwängert.
| hundepsychologe24 schrieb: | Weil Du ihn so tadelst, wie Du es beschreibst? Es zeigt offensichtlich nicht die gewünschte Wirkung. Also funktionieren die Ratschläge nicht. Was hast Du daraufhin versucht anders zu machen? |
Seit diesem beschriebenen Ratschlag ist es bisher drei Mal aufgetreten. Ich habe bisher nichts versucht anders zu machen, sondern konsequent bei der Durchführung eben dieses Ratschlages zu sein und es damit zu unterbinden.
| hundepsychologe24 schrieb: | Wie ist der Umgang zwischen Euch? Bekommt er was er einfordert? (Aufmerksamkeit, Zuwendung...) |
Unser Umgang ist herzlich. Er ist ein totales Muttisöhnchen. Wir arbeiten fast ausschließlich mit positiver Bestärkung (liegt da der Knackpunkt?) Er bekommt Aufmerksamkeit und viel Zuwendung, aber nicht immer, wenn er es einfordert. Wenn ich meine Ruhe möchte, dann hat er mich auch in Ruhe zu lassen. Aber wir schmusen und kuscheln viel. Zur geistigen Auslastung clickern wir.
| hundepsychologe24 schrieb: | Welche Signale oder Kommandos beherrscht er? Zu welchen Prozentsatz beherscht er die Signale 100%ig??? Wo beherrscht er die Signale, nur in Deiner Wohnung, nur draußen? |
Es sind nicht allzu viele, da ich zuallererst die Grundbefehle auf Hör- sowie Sichtzeichen fest haben will. Er beherrscht Sitz, Platz, Handtarget, Runter (von Möbelstücken) und Komm Her. Auch unter großer Ablenkung. "Komm her" ist dabei seine absolute Paradedisziplin, was auch alle bestätigen können, die bisher mit uns zu tun hatten. Allerdings half das nicht bei den oben beschriebenen Problemen, daher habe ich es nach eins, zwei Mal in diesen Situationen nie wieder gegeben, um es nicht kaputt zu machen. "Aus" (alles was er im Maul hat fallen lassen) beherrscht er sehr gut in der Wohnung, allerdings draußen nicht so prickelnd bis gar nicht, wenn er etwas sehr Interessantes gefunden hat. Und ansonsten üben wir an Bleib-Verhalten und Tricks.
| hundepsychologe24 schrieb: | | Wie oft gibst Du ein Signal bevor er es ausführt? |
Ein Mal. Zumindest bin ich äußerst darauf erpicht, es nur ein einziges Mal zu geben. Schließlich wünsche ich, dass er nicht die Meinung entwickelt, man müsse erst auf das zweite oder dritte Mal Signalgebung reagieren. Es kommt auch vor, dass ich mehrmals das Kommando gebe, aber selten.
So, das war jetzt wirklich ein langer Roman. Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht damit erschlagen, aber ich wollte eben alles so ausführlich wie möglich beschreiben, damit du dir ein Bild über uns machen kannst.
Ich bin schon sehr gespannt auf deine Antwort. Dankeschön im Voraus!!!
Cece |
|  | | hundepsychologe24 Freiwilliger Helfer


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Fr 27 Feb 2009 - 20:03 | |
| Hallo Cece,
ich habe leider wenig Zeit genau auf Deine Fragen zu antworten. Ich denke Sonntagabend kriege ich das hin. Als erstes, unterbinde das Aufreiten indem Du ihn an der leine lässt, somit hat er keinen Erfolg mehr. Ich arbeite auch nur mit positiver Verstärkung. Er hört nicht sicher auf "Nein", das liegt daran das nichts passiert, außer das Du ihn runterziehst oder tadelst. Offensitlich beeindruckt ihn das nicht sonderlich. Dafür gibt es aber gewaltfreie Lösungen. Warum das Clickern nur gesitigen Auslastung? Nimm es zu Trainingszwecken. Als Alternative meinte ich, er soll die Möglichkeit haben wenn Du ihn störst, Dir ein Alternativverhalten anzubieten, etwas hochwertiges als Belohnung dafür..... Schlage ihm quasi ein Tauschgeschäft vor, Du reitest nicht auf, kommst zu mir und bekommst dafür den "Futterjackpot". Dazu später mehr.
LG Jens |
|  | | hundepsychologe24 Freiwilliger Helfer


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten So 1 März 2009 - 19:42 | |
| Aggressives Verhalten gegenüber anderen Rüden tritt häufig erstmals in Zusammenhang mit der Geschlechtsreife der Hunde auf. Das kann eine Art von Selbstschutz- oder Gruppenaggression sein. Das können schlechte Erfahrungen sein, es kann mangelndes Gehorsamkeitstraining sein bzw. nicht generalisiert, üngenügenden Respekt oder unabsichtliche Belohnung durch Dich. Als erstes sind solche Problemsituationen zu meiden. Dann beginnt man solche Problemsituationen zu trainieren. Veränderung der Haltungsbedinungen, den grundsätzlich anleinen, Tageszeit und Routen ändern. Gehorsamkeitstraining und dieses generalisieren. Verbesserung der allgemeinen Kontrollierbarkeit.
Du hast erst dann ein Problem wenn er mit einer Hündin zusammenhängt. Wenn er einmal auf den Geschmack kommt, ist es unwahrscheinlich das Du ihn kontrollieren Kannst sobald eine heiße Hündin erscheint.
Du musst ihm ein Störsignal auftrainieren auf welches er sicher reagiert. Ich habe den Verdacht das dies nicht der Fall ist. Dein Hund weiß das er keine wirklichen Konsequenzen zu befürchten hat wenn er nicht auf Dich reagiert. Das was Du bis jetzt machst beeindruckt ihn nicht wirklich. (ich arbeite nur mit positiver Verstärkung, ohne Gewalt und Hilfsmittel.)
Warum soll er davon ablassen? Damit meinte ich: Warum soll er sein Verhalten abbrechen, weil Du es willst, aber er nicht. Ein Bsp. Du ißt einen Eisbecher, ich komme zu Dir und sage, "Nein den ißt Du jetzt nich", darauf Du: " Warum nicht", wieder ich: "Weil ich es so will", Du: "ich will aber den Eisbecher essen", ich:"Du ißt diesen jetzt nicht mehr, denn ich gebe Dir einen schöneren, besseren dafür". Also stellst Du Deinen weg und ißt meinen. Ich will Dir damit sagen Dein Hund wird seine Neigung bzw. sein Verhalten nicht unterbrechen weil Du ihm nichts für das unterbrechen anbietest (außer Gemecker, was ihn nicht stört). Verstehst Du was ich meine. Biete ihm etwas höherwertiges an als eine Hündin. Noch wird es funktionieren.
Es geht nicht darum das Dein Hund Kunststücke beherrscht (zur mentalen Auslastung ist OK), es geht darum das sich Dein Hund Dir anschließt, das er Dir bedinungslos folgt um Dir zu gefallen, egal was Du machst. Im Moment reagierst Du nur auf das was er macht, er aggiert. Es sollte umgedreht sein. Ich kann nur über das urteilen was in Deinem Text steht und das lese ich.
Ich versuche immer ehrlich zu sein, also nichts persönlich nehmen, aber es hilft dir nicht wenn ich Dir irgend etwas schönes erzähle.
LG jens |
|  | | Cece Rüpelphase


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Mo 2 März 2009 - 0:54 | |
| | hundepsychologe24 schrieb: | | Ich versuche immer ehrlich zu sein, also nichts persönlich nehmen, aber es hilft dir nicht wenn ich Dir irgend etwas schönes erzähle. |
Das klingt, als hättest du mich irgendwie in den Boden gestampft oder sowas. Nein, ich bin froh über deine Antwort und freue mich, dass jemand auf das Thema reagiert und auch auf den Grund geht! Da wir momentan jeden Tag unterwegs sind, um Cassie zu suchen, bin ich momentan geistig und zeitlich gerade nicht in der Lage, darauf einzugehen. (Und glaube mir, ich könnte eigentlich Romane schreiben...) Ich werde dir, wenn es passt, nochmal eine PN schicken, weil ich noch ein paar Fragen habe und das hier vielleicht den Rahmen sprengen würde. Ich will dich auch nicht nerven, bin ja schon sehr, sehr dankbar über deine Antworten, die für mich auch grundsätzlich logisch sind und die ich ganz und gar nicht als Angriff werte!!!!
In dem Sinne. Liebe Grüße Cece |
|  | | hundepsychologe24 Freiwilliger Helfer


Anzahl der Beiträge: 236 bei Le dogs seit: 22.10.08 Alter: 41 Wohne in: Wurzen erhaltene Belohnungen: 6751
 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Mo 2 März 2009 - 6:55 | |
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|  | | Cece Rüpelphase


Anzahl der Beiträge: 374 bei Le dogs seit: 18.02.09 Alter: 26 Wohne in: Leipzig (Zentrum West) erhaltene Belohnungen: 6300
 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Di 3 März 2009 - 11:33 | |
| Okay, ich antworte jetzt mal doch hier, statt PN, schließlich sind solche Erziehungsfragen für den ein oder anderen auch interessant. Seit meiner letzten Antwort gab es keine größeren Probleme mehr. Wir waren gestern wieder unterwegs, unter anderem mit einem kastrierten Rüden. (Ich wusste nicht, dass er dabei ist, weil es eigentlich anders geplant war und sein "Vertretungsfrauchen" nicht an Elliot gedacht hatte.) Elliot bellte nur anfangs kurz und zwischendrin als wir eine Pause machten und an einem Ort verweilten. Ich nahm ihn an die Leine, so dass er nicht zu dem Rüden hinkonnte und es funktionierte dann auch. Sobald er ruhig war, bekam er Lob und Leckerli und blieb ruhig. Wir gingen dann ohne Probleme ohne Leine weiter. Später trafen wir jedenfalls eine Hündin, die Elliot bisher ein Mal vor fünf Tagen gesehen (und beim ersten Mal angebellt) hatte. Diesmal zeterte die Hündin etwas herum und Elliot reagierte mit Bellen (aber diesmal nicht langanhaltend und durchgängig). Ich habe ihn an die Leine genommen und bin etwas weggegangen, während das Haltertrüppchen sich weiter unterhielt und die Hunde dort blieben. Wir haben Sitzübungen gemacht, was super funktioniert hat. Er konzentrierte sich deutlich auf mich. Nach einer Weile sind wir wieder hin und Elliot verhielt sich komplett ruhig. Sobald er etwas aufgeregter wurde, habe ich ihn mit Namen angesprochen, so dass er seine Aufmerksamkeit auf mich richtete und Handtarget verlangt und belohnt. Das funktionierte. Ich ließ ihn dann nach einer kurzen Weile wieder von der Leine und er strömerte ruhig rum. Die anfangs erwähnte Hündin und Elliot verstanden sich super und leckten sich gegenseitig die Schnauze ab. Als er versuchte, hochzuspringen, (wobei ich nicht weiß, ob Spiel, Dominanz oder Aufreiten, weil ich es im Ansatz unterbunden habe, so dass Elliot kein Erfolgserlebnis hatte), habe ich ihn wieder an die Leine genommen und beide Hunde verhielten sich ruhig. Obwohl mir die Halterin dann flüsterte, ihre Hündin würde in die Hitze kommen. Das wäre jetzt so meine allgemeine Vorgehensweise. Ist die im Ansatz richtig? Wie kann ich sie - wenn ja - perfektionieren? Dankeschön im Voraus LG Cece, die sich sehr über die Tipps und Hilfe freut.
Zuletzt von Cece am Mi 4 März 2009 - 21:58 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
|  | | hundepsychologe24 Freiwilliger Helfer


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 | Thema: Re: Pupertät eines Rüden und Aufreiten Mi 4 März 2009 - 19:56 | |
| Im Ansatz klingt das schon mal ganz gut. Du musst natürlich das alles zur Regel machen bzw. zur Lebenseinstellung. Hunde nutzen jede Nachlässigkeit für ihren Vorteil aus. LG Jens |
|  | | | | Pupertät eines Rüden und Aufreiten | |
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