Elliot war auch so. Alles in den Mund nehmen und nicht wieder hergeben. Das war draußen schlecht, weil der größte Teil seiner Aufmerksamkeit/Konzentration flöten ging, sobald er einen Stock im Maul hatte, was doch ziemlich oft vorkam.
Ich habe dann das "Aus" seeehr intensiv geübt. Wir haben das quasi richtig trainiert.
Und zwar gleichzeitig spielerisch als auch futterverdientechnisch.
Ich hab mir seine Futterration und ein Spielzeug geschnappt, mich hingesetzt und mit ihm gespielt. Immer wenn er es von selbst losgelassen hat (ja, das hat anfangs länger gedauert), habe ich geclickt, ihm ein Futterbröckchen gegeben und sofort weiter gespielt.
Nach einer ganzen Weile hat er das Spieli extra ausgespuckt. Erster Schritt geschafft.
Genau auf diesen Moment habe ich ab dann immer das Hörzeichen "Aus" gelegt. Ihn gelobt und (je nachdem was er gerade mehr wollte) ein Leckerli gegeben oder sofort weiter gespielt.
Dann habe ich das Hörzeichen etwas nach vorn gezogen und immer dann gegeben, wenn es für mich so aussah, als würde er gleich wieder das Spielzeug fallen lassen. (Eine Sache von Millisekunden.)
Gelobt und belohnt.
Mit der Zeit rückte das Hörzeichen immer weiter nach vorn.
Als das alles passte, wurden die Anforderungen langsam schwieriger, bis hin zu einem "Aus" beim wilden Zerrspiel. Oder beim Kauen eines Schweineohrs bspw.
Ich habe mir viel Zeit genommen, das ganze hat Wochen gedauert, aber er beherrscht es jetzt umso besser und spuckt draußen auch Stöcke und belegte Brötchen etc. aus.
Wenn er es schön gemacht hat, lasse ich ihm dann manchmal auch seine Beute. Oder gebe ihm was Tolleres.
So hat er im Kopf: "Wenn ich das jetzt ausspucke, kriege ich es sowieso wieder oder noch was viel Besseres. Also warum nicht?!"
Anstelle von: "Och nöööö, jetzt muss ich das tolle Ding ausspucken?! Denkste! Ich will's behalten!"
Draußen waren die Anforderungen natürlich noch viiiel geringer als in der Wohnung. (Gerade, wenn er frei lief und ich ja wenig Chance zum Einwirken hatte.) Da habe ich anfangs nur das Hörzeichen gegeben, wenn ich mir absolut SICHER war, dass er reagiert. Und quasi, sobald er einen Stock ausgespuckt hat, noch in der Sekunde, in der er fie,l gejubelt und ihn mit "Okay" sofort wieder freigegeben.
Das habe ich dann schrittweise gesteigert.
Mal folgte auf das "Aus" ein Jubelschrei und ein sofortiges "Okay". Oder ein wildes Zerrspiel mit dem Objekt der Begierde oder ein superleckeres Leckerli.
So dass es für ihn quasi ein gern auszuführendes Verhalten ist. Und nicht ein "Och nö, warum will die, dass ich das jetzt hergebe?"
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.] Achso: Das Hörzeichen habe ich in der Übungszeit für nix anderes verwendet, wenn er also irgendwas Verbotenes aufgenommen hat, hab ich (je nach Kontext) gemeckert oder es ihm wortlos aus der Gusche genommen.
So dass er nicht lernte, dass ich "Aus" rufe und die Zeit trotzdem reicht, um 'nen Stück Döner auf dem Gehweg runterzuschlucken - man dieses Wort auch ignorieren und sich selbst belohnen kann.
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Cece
(Oh Gott, wieder so ein Roman *g*)