Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schnauzer
Herkunft und GeschichtlichesSchnauzer und Pinscher
sind im Grunde der gleiche Rassentyp. Sie unterscheiden sich lediglich
in der Fellstruktur. Ursprünglich herrschte der Typ Schnauzer, also der
rauhaarige Typ vor, wobei er damals rauhaariger Pinscher genannt wurde.
Heutzutage werden sowohl Schnauzer als auch Pinscher noch weiter in
drei Rassen unterschiedlicher Größe unterschieden.
Der Schnauzer kommt ursprünglich aus Württemberg und ist alter Herkunft, die auf den mittelalterlichen Biberhund und die einheimischen Schäferhunde zurückgeht.
Ursprünglich benutzte man den kleinen Schnauzer im süddeutschen Raum
als Stallhund, mit Eifer lauerte er Ratten und Mäusen auf, was ihm den
Namen „Rattler“
einbrachte. Bei der Gründung des „Pinscher-Schnauzer-Klubs“ im Jahre
1895 wurde er als rauhhaariger Pinscher geführt. Er ist mittelgroß,
kräftig, quadratisch. Sein Haar ist drahtig hart und dicht in der Decke
und mittelhart an den Läufen, am Bart und Augenbrauen (Behang). Es gibt
die Farbschläge reinschwarz, pfeffer-salz und schwarz-silber.
RiesenschnauzerDer
Riesenschnauzer lebte ursprünglich als Hirten- und
Wachhund auf den großen Almen in den Alpen. Er verteidigte auch
Fuhrwerke vor möglichen Angreifern. Man nannte ihn eine Zeit lang
„rußigen (schwarzen) Bärenschnauzer“.
Seit 1925 wird er als deutsche Polizei- und Diensthundrasse anerkannt.
Heutzutage wird der Riesenschnauzer hauptsächlich als Dienst- und
Familienhund gehalten. Er ist ein sehr wachsamer, intelligenter und
sensibler Hund, der Fremden gegenüber eher misstrauisch ist. In seiner
Familie jedoch ist er sehr anhänglich und braucht Aufmerksamkeit. Da
der Riesenschnauzer früher Fuhrwerke auf ihren langen Fahrten
begleitete, braucht er ebenfalls viel Bewegung und Beschäftigung,
gleichzeitig aber auch seine Ruhepausen. Bei der Erziehung wird nur
liebevolle Konsequenz erfolgreich sein. Besonders unnötige Härte, aber
auch nicht vorhandene Konsequenz sind nicht zu unterschätzende Fehler.
Riesenschnauzer sind sehr robuste und muskulöse Hunde. Die Größe
variiert von 60 bis zu 70 cm. Riesenschnauzer erreichen ein Gewicht von
ca. 35-50 kg.
Das Fell, in Schwarz oder Pfeffer-Salz, ist sehr pflegeleicht: Es ist hart und drahtig. Regelmäßig muss das Fell getrimmt werden. Richtig gepflegt, verliert der Hund so weniger Haare.
In Deutschland ist der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. der einzige vom Verband für das deutsche Hundewesen e.V. (VDH) anerkannte Rassezuchtverband und somit für den Standard der Rasse verantwortlich.
MittelschnauzerDer Mittelschnauzer ist der ursprüngliche Typ der Rasse und war
schon lange in München beliebt, wo er Fuhrwagen begleitete und bei den
Pferden im Stall lebte. Der Mittelschnauzer wird 45 bis 50 cm groß und
wiegt 15 bis 18 kg. Es gibt ihn in den Farben Schwarz und Pfeffer-Salz.
Wie auch der Riesenschnauzer braucht der Mittel- oder auch
Standardschnauzer viel Bewegung und Auslauf. Zusätzlich muss er geistig
gefordert werden. Bei seiner Erziehung braucht man jedoch oft viel
Geduld. Beherrscht der Schnauzer erst einmal den Grundgehorsam, ist er
ein sehr guter Begleithund. Er eignet sich auch gut für Hundesportarten
wie Agility.
ZwergschnauzerDer
Zwergschnauzer wird seit 1880 gezüchtet. Der
Zwergschnauzer ist ein verkleinertes Abbild des Schnauzers, ohne die
Mängel zwerghafter Rassen. Laut Rassestandard ist er klein, kräftig,
eher gedrungen als schlank, rauhaarig und elegant. Ein weiteres Merkmal
ist der quadratische Bau, wobei die Widerristhöhe ungefähr der
Rumpflänge entspricht. Die Größe beträgt bei Rüden und Hündinnen 30 bis
35 cm. Das Gewicht eines ausgewachsenen Zwergschnauzers liegt zwischen
vier bis acht Kilogramm. Zugelassene Farben: Rein Schwarz, mit
schwarzer Unterwolle; Pfeffer-Salz; Schwarz-Silber; Rein Weiß mit
weißer Unterwolle
Die Wesenszüge des Zwergschnauzer entsprechen grundsätzlich denen
des Schnauzer, werden aber ergänzt durch das typische Temperament und
Gebaren eines Kleinhundes. Demzufolge ist der Zwergschnauzer sehr
aufmerksam, wachsam, lebhaft und folgsam. Er ist freundlich,
intelligent und gefällig. Er ist ein guter Wach- und Begleithund, der
auch in einer Wohnung gehalten werden kann, wenn er genügend Auslauf
und Beschäftigung hat.
