Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Australian_Shepherd
Der
Australian Shepherd ist eine von der FCI seit 2006 anerkannte Hunderasse aus den USA (FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standard Nr. 342).
Der Mutterverband des Australian Shepherds ist der ASCA, welcher das 1.
Zuchtbuch für den Australian Shepherd in den 1950er Jahren eröffnete.
Herkunft und Geschichtliches Der züchterische Ursprung liegt trotz des Namens in Nord-Amerika, da
sich dort Exemplare vieler verschiedener europäischer Hütehund-Rassen
der Einwanderer, insbesondere die Hunde
baskischer Schäfer mit anderen europäischen und australischen Hunden
kreuzten. Gleichzeitig wurden von Europa aus Merino-Schafe erst nach
Australien exportiert und später in Amerika eingeführt, die dort den
Namen „Australian Sheep“ erhielten. Nach den Schafen, die sie hüteten,
wurden die „little blue dogs“ benannt und bekamen ihren irreführenden
Namen „Australian Shepherd“.
Der Mythos, dass dieser Hund oder der Australian Kelpie Dingo-Mischlinge
seien, ist falsch. Selbst ein Hund mit extrem geringem Anteil von
Dingo-Blut in den Adern wäre bei weitem zu wild für die Hüte-Arbeit. So
erklärte auch der Ausschuss für Gebrauchskelpies nach zwei überwachten
Zuchtversuchen, die beide mit einem totalem Misserfolg endeten, dass
der „Australische Wildhund“ oder „Dingo“ keinesfalls an der
Herauszüchtung des Australian Kelpie beteiligt war.
Ein Zuchtbuch für den Australian Shepherd wurde erst Anfang der
1970er Jahre von der 1966 gegründeten International Australian Shepherd
Association (IASA) eröffnet. 1971 wurde von dem 1957 in Arizona
gegründeten Australian Shepherd Club of America (ASCA) die offizielle
Registrierung der Hunde übernommen. Die ASCA ist der Stammclub der
Rasse und seit dem Zusammenschluss mit der IASA 1980 zum größten
Einzelrasseclub Nordamerikas geworden. Der Rassestandard des ASCA trat
1977 in Kraft. Seit den frühen 1990er Jahren führt der American Kennel Club
(AKC) ebenfalls ein Zuchtbuch für Australian Shepherds und hat auch
einen eigenen Rassestandard entwickelt, der im Januar 1993 in Kraft
trat. Erst seit 1996 ist der Australian Shepherd eine von der
Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte Rasse, wird aber
noch als „vorläufig angenommene Rasse“ geführt. In Europa findet man
Australian Shepherds erst seit den 1970er Jahren, seitdem aber immer
öfter.
Beschreibung Er besitzt einen ausgeglichenen Körperbau von mittlerer Größe und
Knochenstärke. Die Rüden sollten laut FCI-Standard von 50,8 bis 58,5 cm
und die Hündinnen zwischen 45,7 und 53,4 cm groß sein. Sein Fell ist
halblang, wetterbeständig und besitzt eine dichte Unterwolle, wobei die
Haare starr und leicht gewellt sind. Das Haar ist kurz und glatt am
Kopf, an der Außenseite der Ohren, der Vorderseite der vorderen Läufe
und unterhalb der Sprunggelenke. Die Fellfärbungen sind kräftig, rein
und satt.
Es wird unterschieden zwischen folgenden Grundfarben:
- black (schwarz)
- red (rot)
- blue-merle (marmoriertes Schwarz mit grauer Grundfarbe)
- red-merle (marmoriertes Rot/Braun mit hellroter/beiger Grundfarbe)
Jede dieser Grundfarben kann für sich alleine stehen oder mit weißen
und/oder kupferfarbenen Abzeichen kombiniert werden. Somit ergeben sich
16 mögliche Farbvarianten – 4 Grundfarben mal 4 möglichen
Abzeichenkombinationen (ohne/weiß/kupfer/kupfer und weiß).
- solid black
- solid red
- blue-merle
- red-merle
- black-bi (white)
- black-bi (copper)
- red-bi (white)
- red-bi (copper)
- blue-merle (white)
- blue-merle (copper)
- red-merle (white)
- red-merle (copper)
- black-tri
- red-tri
- blue-merle white/copper
- red-merle white/copper
Bei allen Farben sind die Bereiche um die Augen und Ohren
überwiegend von anderen Farben als weiß beherrscht. Charakteristisch
ist auch seine kupierte Rute.
In Ländern wie Deutschland, der Schweiz und Österreich ist das Kupieren
bei Tieren verboten, es gibt in der Rasse aber auch angeborene Stummelruten (NBT = Naturalbobtail). Der Standard der FCI schreibt offiziell eine Stummelrute von maximal 10 cm oder 4 inch
vor, in Deutschland, der Schweiz und Österreich müssen aber auch lange
Ruten toleriert werden. Die Augen dieses Hundes sind mandelförmig und
von mittlerer Größe. Farben sind Blau, Braun, Bernsteinfarben (Amber)
oder jede andere Variation oder Kombination dieser Farben,
einschließlich Flecken und Marmorierung. Die Kippohren sind dreieckig
und an der Spitze leicht abgerundet.
WesenDa diese Rasse für die harte Hütearbeit gezüchtet wurde, gehören
diese Hunde nur in die Hände von aktiven sportlichen Besitzern, die die
Hunde beschäftigen und auslasten können. Eine rein körperliche
Beschäftigung wie Spazierengehen, Fahrradfahren reicht nicht aus, um
einen
Australian Shepherd zu fordern. Damit es den Hunden nicht
langweilig wird, sind anspruchsvolle Aktivitäten beim Hundesport genau
das Richtige, z.B. Agility oder Obedience.
So schneiden diese Hunde auch gut bei Gehorsams- oder
Geschicklichkeitsübungen ab. Durch ihre Wachsamkeit und den gut
entwickelten Schutzinstinkt bilden Behörden und Rettungsdienste sie zum Verfolgen von Fährten und zum Aufspüren von Drogen aus. Bei artgerechter Auslastung sind Australien Shepherd auch hervorragende Familienhunde.
Rassespezifische ErkrankungenWie bei Collies tritt beim Australian Shepherd der MDR1-Defekt auf, der eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervorruft. 6,9 % der untersuchten Hunde sind reinerbig für den Defekt; daraus ergibt sich eine Trägerfrequenz von 38,7 %.
Ebenfalls vorhanden sind Epilepsie, Katarakt, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED), Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Allergien, Schilddrüsen- und Herzprobleme
[1].
Diese Krankheiten nahmen in den letzten Jahren vermehrt zu, was
sicherlich auch an dem Boom in der Zucht und der damit teilweise wilden
Vermehrung dieser Rasse lag.
Bei Merle x Merle-Verpaarungen
kann es zu schweren Defekten wie Blindheit oder Taubheit kommen. Solche
Paarungen sind darum in der Schweiz und Deutschland verboten.
www.tinaschaeferphoto.de
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