Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Border_Collie
Ursprung: Großbritannien
Wiederrist: Rüden ideal 52 cm
Hündinnen etwas weniger
Herkunft und GeschichtlichesSchon um 800 nahmen die Wikinger, welche damals von ihren Feldzügen gegen Britannien heimkehrten, Hirtenhunde mit in ihre Heimat.
Die erste Beschreibung über die Arbeitsweise des heutigen Border-Collies stammt von John Caius, Leibarzt von Königin Elisabeth I.,
festgehalten im Buch „Treatise on Englische Doggess“ aus dem Jahre
1570. Die ersten Berichte über arbeitende Schäferhunde stammen aus
Italien, aus der Zeit kurz vor Christi Geburt, nachdem die Römer in
Britannien eingefallen waren und mehrere dieser Hunde mit nach Italien
genommen hatten.
Als Stammvater des heutigen Border Collies gilt Old Hemp (1893), im
Besitz des Farmers Adam Telfer. Dieser Hund bestach durch seine
außergewöhnlichen Hütefähigkeiten, wodurch er zum bedeutendsten
Zuchtrüden wurde.
Die Rassebezeichnung „Border-Collie“ geht auf seine geographische Herkunft zurück, dem Grenzland (Border Line) zwischen England und Schottland, und wurde seit 1910 verwendet. Seit 1906 gibt es in England die Züchtervereinigung „International Sheep Dog Society (ISDS)“, welche sich nicht mit dem Aussehen der Border-Collies, sondern mit ihren Arbeitsqualitäten beschäftigt. Von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) wird der Border-Collie seit 1976 anerkannt.
Die
International Sheep Dog Society hat bis heute noch keinen
Rassestandard für Border-Collies herausgebracht. Für diese
Züchtervereinigung zählt ausschließlich die Arbeitsleistung des Hundes
am Hüteobjekt.
Beschreibung

Border Collie
Der Körperbau ist harmonisch, mehr lang als hoch (bis 56 cm), bei
arbeitenden Hunden sehr muskulös, für Schnelligkeit, Beweglichkeit und
Ausdauer besonders gut geeignet. Drei Fellvarianten sind lt. FCI
anerkannt; kurzhaarig, mäßig lang und stockhaarig, dichtes Haarkleid
mit dichter Unterwolle und mittlerer Textur, bei mäßig langem Haarkleid
gute Mähne am Hals und Fahne an der Rute; Gesicht und Ohren sowie
Vorder- und Hinterläufe ab Sprunggelenk sollten glatt sein. Viele
Farben sind erlaubt, wobei weiß nie vorherrschen sollte; z. B. folgende
Farben: Schwarz-weiß, Rot, Blau, Blue-merle, Red-merle, Schwarz-weiß
gemottelt, Zobelfarben, Australian red, Lilac. Bei allen Farben kann
auch „Tan“ (heller Braunton) in Form von Abzeichen hinzukommen. Der
Kopf ist breit mit ausgeprägter Stop, Nase schwarz, braun, schiefer je
nach Hundefarbe, Fang mäßig kurz und kräftig mit vollständigem
Scherengebiss. Die Augen sind breit voneinander angesetzt, mittlere
Größe, oval, braun, außer bei Blue-Merles, bei denen ein oder beide
Augen teilweise oder ganz blau sein dürfen. Die mittelgroßen Ohren
stehen aufrecht oder nach vorne gekippt. Die Rute ist mäßig lang, aber
mindestens bis zum Sprunggelenk, gut behaart, tief angesetzt, nie über
den Rücken getragen.
Die Bewegung sollte frei, fließend und unermüdlich sein. Die Pfoten
sollten dabei möglichst wenig abgehoben werden, damit sich der Hund
schleichend und mit großer Geschwindigkeit bewegen kann.
Wie bei Collies tritt beim Border-Collie der MDR1-Defekt gehäuft auf, der eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervorruft. Die Rasse ist auch von der Collie Eye Anomaly betroffen.
VerwendungLange wurde der Border-Collie fast ausschließlich als Hütehund für
Schafe auf den Britischen Inseln gehalten. Durch das rasche Ansteigen
der Popularität des Agility-Sports
in England und Europa wurde diese Rasse auch abseits von Farmen immer
beliebter. In den letzten Jahren wurde diese Hunderasse, nicht zuletzt
durch Filme wie „Ein Schweinchen namens Babe“, auch als Familienhund immer gefragter.
